Klassenzimmer Co-Design Studio

Ein strukturierter Co-Design-Prozess, bei dem Schüler kleine, genehmigte persönliche oder Gruppen-Elemente in ihr Klassenzimmer einbringen (Kunst, Pflanzen, Erinnerungs-Ecke, Sitzänderungen). Den Schülern echten Einfluss auf ihr Umfeld zu geben, erhöht das Eigentum, die Verantwortung und die Motivation.

✍️ Klaus Linde-Leimer
⏱️ Dauer 1 Schulstunde
🔄 Häufigkeit Einmal im Monat
👥 Zielgruppe Schülerinnen und Schüler
🎯

Ziel

Ermöglichen Sie den Schülern, sinnvoll dazu beizutragen, wie ihr Klassenzimmer aussieht und funktioniert. Wenn Schüler Entscheidungen über ihr Umfeld treffen und kleine Änderungen umsetzen, fühlen sie sich ermächtigt, respektiert und verantwortlicher für ihren Lernraum.

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Einsatz und Lernergebnisse

  • 1. Schüler gewinnen echten Einfluss auf ihr Lernumfeld.
  • 2. Erhöhtes Eigentum und Verantwortung für die Pflege des Klassenzimmers.
  • 3. Entwicklung von Planungs-, Kooperations- und Entscheidungsfähigkeiten.
  • 4. Verbesserte Motivation und positives Klassenklima.
  • 5. Gerechte Möglichkeiten für die Schülerstimme bei physischen Designentscheidungen
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WELL³-Bezug

Grundbedürfnis

🏆 Wirksamkeit

Qualitätsdimensionen

Gestaltung der Räumlichkeiten
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Details & Vorbereitung

🏫

Raumanforderungen

Das Klassenzimmer, in dem Änderungen vorgenommen werden (Zugang zu Wänden, Regalen, Fensterbänken). Platz für einen Arbeitstisch. Grundlegender Sicherheitszugang zu einfachen Werkzeugen (Scheren, Klebeband). Keine schweren Bauarbeiten – jede dauerhafte Änderung muss mit den Schulräumlichkeiten koordiniert werden.

⏳

Zeit für die Vorbereitung

20 Minuten

📝

Vorbereitung

Aufgaben vor der Durchführung:
• Lehrer überprüft die Schulregeln zu Ausstellungen, Sicherheit und Dauerhaftigkeit von Änderungen.
• Bereiten Sie Vorschlagskarten für das Klassenzimmerdesign vor (eine pro Schüler) und ein sichtbares „Designboard“ (Flipchart oder Wand).
• Budget oder verfügbare Materialien identifizieren (Klassenspenden oder kleine Schulstipendien).
• Druckpersonalisierungsrichtlinien (Regeln & Grenzen).
• Reservieren Sie 1 Stunde für den Workshop und planen Sie Nachfolgetermine.

Prinzipien zu beachten
• Klare Grenzen: was erlaubt ist (Rahmen, Pflanzen, Poster) und was nicht (dauerhafte Farbe, strukturelle Änderungen).
• Gleichheit: Jeder hat die Möglichkeit, Vorschläge zu machen und beizutragen.
• Sicherheit & Respekt: keine anstößigen oder urheberrechtlich geschützten Materialien; die Gegenstände müssen sicher sein.
• Nachverfolgung: Verpflichtung zur Umsetzung von mindestens einer realistischen Idee pro Zyklus.

🧰

Materialien

• Vorschlagskarten für das Klassenzimmerdesign (Handout)
• Marker, Stifte, Haftnotizen
• Klebeband, Blu-Tack, Scheren, Schnur, kleine Rahmen oder Klemmbretter
• Einfache Bastelmaterialien (Papier, Karton, Laminiergerät, falls verfügbar)
• Kleines Budget oder gespendete Materialien (optional)
• Kamera oder Telefon zur Dokumentation von Vorher/Nachher

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Ablauf

1

Einführung

⏱ 10 Minuten
Der Moderator erklärt den Zweck: Die Schüler dürfen kleine, respektvolle und umkehrbare Änderungen vorschlagen, die ihre Identität und Bedürfnisse widerspiegeln. Grenzen, Sicherheitsregeln und den Entscheidungsprozess (Abstimmung, Jury, Lehrer genehmigung) klären. Gemeinsame Verantwortung und Pflege betonen.
Vorgeschlagene Einleitung:
"Heute gestalten wir gemeinsam Teile unseres Klassenzimmers — kleine persönliche Akzente oder gemeinsame Merkmale, die diesen Raum wie unser Zuhause wirken lassen. Ihr werdet Ideen vorschlagen, wir wählen realistische aus, und wir setzen sie gemeinsam um."
2

Individuelle Ideenfindung (Designvorschlagskarten)

⏱ 10 Minuten
Jeder Schüler füllt eine Vorschlagskarte für das Klassenzimmerdesign aus. Eine Idee, die Gründe dafür, die benötigten Materialien und ob sie bei der Umsetzung helfen werden. Kleine, praktische Vorschläge wie eine Fotowand, eine Pflanzen-Ecke, ein Lesekissen oder ein Kalenderboard ermutigen.
3

Gruppierung und Auswahl

⏱ 15 Minuten
Die Schüler hängen Karten am Designboard auf. In kleinen Gruppen gruppieren sie ähnliche Ideen (Ausstellung, Sitzgelegenheiten, Begrünung, Informations-Ecken). Gruppen präsentieren die besten 1–2 Ideen. Die Klasse verwendet eine einfache Auswahlmethode (Punktabstimmung, kleine Jury von Mitschülern + Lehrer), um 1–3 Ideen auszuwählen, die in diesem Zyklus umgesetzt werden sollen.
4

Umsetzung & schneller Aufbau

⏱ 20 Minuten
Setzen Sie die ausgewählten Ideen im Unterricht um: Ausstellungen zusammenstellen, eine Pflanzen-Ecke einrichten, ein Personalisierungsregal anordnen, ein Plakat mit „Klassenzielen“ hinzufügen. Schüler, die sich freiwillig gemeldet haben, übernehmen Rollen (Materialien, Layout, Beschriftung). Der Lehrer überwacht die Sicherheits- und Beständigkeitsregeln.
5

Präsentation, Verpflichtungen & Wartung

⏱ 5 Minuten
Mach ein Foto der fertigen Veränderung. Jeder Schüler nennt ein kleines Engagement, um sich um die Ergänzung zu kümmern (Pflanzen gießen, Regal aufräumen). Hänge einen Wartungsplan aus, falls nötig. Kündige an, wann der nächste Designzyklus stattfinden wird.
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Reflexion & Tipps

Reflexion

Kurze Optionen:
• Galerie-Rundgang + Haftnotiz: Schüler schreiben ein Wort, das die Veränderung in ihnen auslöst, und kleben es in die Nähe der Veränderung.
• Schnelle mündliche Runde: „Eine Sache, die ich mag / eine Sache, die verbessert werden kann“ (30–60 Sek. pro Schüler).
• Nach 4 Wochen: kurze Fragebogenfrage — „Ich hatte die Chance, unser Klassenzimmer zu beeinflussen“ (1–5).

Tipps zur Umsetzung

Tipps zur Umsetzung
• Halte Vorschläge klein, umkehrbar und kostengünstig.
• Stelle sicher, dass der Prozess demokratisch und transparent ist — kündige an, wie Entscheidungen vor der Abstimmung getroffen werden.
• Rotiere die Führung, damit verschiedene Schüler organisieren können.
• Schütze die Vielfalt der Ausstellungen (nicht nur Arbeiten von Top-Schülern). Verwende ein Rotationssystem für persönliche Gegenstände.
• Für Gegenstände, die die Genehmigung des Lehrers erfordern (elektrische Geräte, Klebstoffe), vorher schriftliche Zustimmung einholen.
• Dokumentieren Sie Änderungen und feiern Sie – sichtbare Beweise für den Einfluss der Schüler stärken das Bedürfnis nach Macht.

Varianten
• Mini-Version (15–20 Min): Ein schnelles Personalisierungsupdate (neues Plakat/Playlist).
• Erweiterte Projektversion (mehrere Sitzungen): Schülerteams gestalten eine komplette Ecke (z. B. Leseecke) mit kleinem Budget und Projektplan.

Querverweise
• Schülerstimmenforum (Sammlung größerer Designvorschläge)
• Gemeinsame Räume für Verbindung (Aktivierung gemeinsamer Bereiche)
• Werte-Co-Creation-Labor (Ausrichtung des Designs an gemeinsamen Werten)

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Weiterführende Lektüren & Links

📖
Barrett, P. et al. (2015). Die Auswirkungen des Klassenzimmerdesigns auf das Lernen der Schüler. Buch