Wöchentliche Stimmungsrunde - eine regelmäßiger Check für die Stimmung in der Klasse

Eine kurze, regelmäßig stattfindende Routine zum Wochenabschluss, bei der die Schüler kurz andeuten, wie sie die Woche empfunden haben – zum Beispiel mit einem Daumen nach oben, zur Seite oder nach unten –, gefolgt von einigen freiwilligen Kommentaren. Der Lehrer regt dann zum Nachdenken darüber an, was die Woche angenehm gemacht hat und was in der nächsten Woche anders sein könnte, wobei er einen lockeren und wertfreien Ton beibehält. Wiederkehrende Anliegen werden in eine kleine, konkrete Veränderung für die folgende Woche umgesetzt.

✍️ Kasper Stenberg
⏱️ Dauer Bis zu 15 Minuten
🔄 Häufigkeit Einmal pro Woche
👥 Zielgruppe Schülerinnen und Schüler
🎯

Ziel

Der Lehrkraft und den Schülerinnen und Schülern eine einfache, sich wiederholende Möglichkeit zu geben, das Klassenklima bewusst wahrzunehmen und offen zu diskutieren, damit kleine Probleme angesprochen werden können, bevor sie größer werden.

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Einsatz und Lernergebnisse

  • ● Schafft ein kontinuierliches Bewusstsein für das Klassenklima sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch bei der Lehrkraft, anstatt darauf zu warten, dass das Klima nur durch (meist unliebsame) Vorfälle sichtbar wird.
  • ● Macht das Sprechen über Gefühle und die Stimmung zu einem ganz normalen, ungezwungenen Bestandteil des Unterrichtsalltags.
  • ● Gibt jedem Schüler und jeder Schülerin eine Stimme und bietet ihm / ihr eine einfache, nonverbale Möglichkeit zur Teilnahme.
  • ● Verwandelt wiederkehrende Anliegen in konkrete Maßnahmen, indem diese Wünsche in kleine, gemeinsam vereinbarte Änderungen für die jeweils kommende Woche umgesetzt werden.
  • ● Ermöglicht eine wertfreie Reflexion und zeigt den Schülerinnen und Schülern, dass das Erkennen von Schwierigkeiten etwas Sicheres und Konstruktives ist und nicht etwas, das bewertet werden soll oder als Grund für Vorwürfe herangezogen wird.
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WELL³-Bezug

Grundbedürfnis

❤️ Zugehörigkeit 🏆 Wirksamkeit 🕊️ Freiheit 🛡️ Sicherheit

Qualitätsdimensionen

Schulkultur Klassenzimmermanagement/Atmosphäre Soziale Interaktionen
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Details & Vorbereitung

🏫

Raumanforderungen

● Der reguläre Klassenraum, mit Sitzanordnung, sodass die Schüler einander sehen können (ein Kreis ist ideal, aber nicht erforderlich).
● Keine speziellen technischen, Audio- oder Video-Tools erforderlich.

⏳

Zeit für die Vorbereitung

10 Minuten

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Vorbereitung

● Wählen Sie das Feedback-Tool aus: Entscheiden Sie sich für ein einfaches, konsistentes nonverbales Signal (z. B. Daumen hoch / seitwärts / runter) oder verwenden Sie die bereitgestellten "Ampelsignale", um anzuzeigen, wie sich die Woche angefühlt hat. Führen Sie dieses Signal im Voraus in der Klasse ein. O
● Fixieren Sie den Zeitraum: Reservieren Sie immer die gleichen fünf Minuten am Ende der Woche, damit die Routine vorhersehbar wird.
● Den Rahmen abstecken: Erklären Sie den Schülern deutlich, dass es hier darum geht, etwas wahrzunehmen, und nicht darum, jemanden zu bewerten oder ihm Vorwürfe zu machen.

Welche Prinzipien müssen beachtet werden, um den größtmöglichen Erfolg zu erzielen?
● Achtsamkeit statt Bewertung: Der Check-in ist ein Thermometer, kein Zeugnis – keine Äußerung sollte als Kritik an einer einzelnen Person aufgefasst werden.
● Freiwillige Teilnahme: Das nonverbale Signal ist für alle, aber verbale Kommentare sind immer optional.
● Den Kreis schließen: Wenn ein immer wiederkehrendes Problem auftaucht, benennen Sie es und einigen Sie sich auf eine kleine, konkrete Änderung. Ignoranz nach solchen Rückmeldungen untergräbt das Vertrauen in die Routine.

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Materialien

● Nichts erforderlich; optional ein Whiteboard, um vereinbarte Folgemaßnahmen oder die vorgeschlagenen "Ampeln" festzuhalten.

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Ablauf

1

Die Runde abstecken

⏱ 30 Sekunden
Gegen Ende der letzten Unterrichtsstunde der Woche gibt die Lehrkraft ein Zeichen, dass es Zeit für den wöchentlichen Check-in ist, und erinnert die Klasse kurz an den Ablauf.
Auf diese Weise schafft er/sie ein vorhersehbares, entspanntes Abschlussritual, auf das sich die Schülerinnen und Schüler verlassen und dem sie vertrauen.
2

Das Daumen-Signal oder die "Ampel"

⏱ 1-2 Minuten
Die Lehrkraft bittet die Schülerinnen und Schüler , ihre aktuelle Stimmung mit einem kurzen Handzeichen auszudrücken, zum Beispiel mit einem Daumen hoch (gut), seitwärts (neutral) oder runter (schwierig).
Alternativ kann diese Stimmung auch visuell mit dem "Ampel"-Prinzip (grün, gelb, rot) signalisiert werden, um allen Schülerinnen und Schülern eine schnelle und einfache Möglichkeit zu geben, sich auszudrücken.
3

Freiwillige Kommentare

⏱ 2-3 Min
Die Lehrkraft lädt ein oder zwei Freiwillige ein, kurz mit der Klasse zu teilen, was die Woche angenehm gemacht hat und was nächste Woche anders sein könnte. Dabei ist es wichtig, den Ton leicht und wertfrei zu halten.
Dadurch werden konkrete Rückmeldungen auf eine Weise vermittelt, bei der kein großer Druck entsteht, und es wird vorgelebt, dass es normal und sicher ist, über Gefühle und die Stimmung zu sprechen.
4

Kleine Veränderung benennen

⏱ 1-2 Minuten
Wenn ein wiederkehrendes Anliegen auftaucht (zum Beispiel Lärmpegel während der Gruppenarbeit), einigen sich die Lehrkraft und die Klasse auf eine kleine, konkrete Veränderung, die in der folgenden Woche ausprobiert werden soll.
Dadurch wird die Reflexion in sichtbares Handeln umgesetzt, was deutlich macht, dass der Check-in tatsächlich Einfluss darauf hat, wie die Klasse zusammenarbeitet.
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Reflexion & Tipps

Tipps zur Umsetzung

● Bewahren Sie eine positive Stimmung: Wenn es zu Schuldzuweisungen oder Beschwerden kommt, lenken Sie das Gespräch behutsam darauf, was nächste Woche helfen könnte.
● Eine einfache laufende Notiz führen: Das Festhalten vereinbarter Änderungen hilft der Klasse, Fortschritte zu sehen und sich über die Zeit hinweg verantwortlich zu halten.
● Wechselnde ModeratorInnen: Bei älteren Schülerinnen und Schülern sollten Sie in Erwägung ziehen, jeweils ein anderes Klassenmitglied die Runde leiten zu lassen, um das Verantwortungsgefühl für die Routine zu stärken.