Der inklusive Sitzplan

Eine von der Lehrkraft festgelegte strategische Sitzordnung, die sicherstellt, dass jeder Schüler und jede Schülerin einen festen Platz im Klassenzimmer hat. Dadurch werden soziale Ängste bei der Platzsuche vermieden und es wird gewährleistet, dass pädagogische und räumliche Anforderungen erfüllt werden.

✍️ Kasper Stenberg
⏱️ Dauer Bis zu 15 Minuten
🔄 Häufigkeit Über einen längeren Zeitraum
👥 Zielgruppe Eltern, Schülerinnen und Schüler
🎯

Ziel

Ein Zugehörigkeitsgefühl zu fördern, indem sichergestellt wird, dass sich kein Schüler und keine Schülerin ausgeschlossen oder ohne PartnerIn fühlt. So entsteht ein berechenbares, sicheres Umfeld, in dem körperliche und lernbezogene Bedürfnisse im Vordergrund stehen.

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Einsatz und Lernergebnisse

  • - Reduziert soziale Angst und das Risiko von Ausschluss.
  • - Stellt sicher, dass Schüler und Schülerinnen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigungen optimal platziert sind.
  • - Verbessert die Klassenführung und den pädagogischen Ablauf.
  • - Fördert neue soziale Interaktionen durch regelmäßigen Austausch der Schülerinnen und Schüler.
  • - Erhöht das Gefühl von Sicherheit und strukturiertem Zugehörigkeitsgefühl.
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WELL³-Bezug

Grundbedürfnis

❤️ Zugehörigkeit 🛡️ Sicherheit

Qualitätsdimensionen

Klassenzimmermanagement/Atmosphäre
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Details & Vorbereitung

🏫

Raumanforderungen

Standard Klassenraumaufbau mit vorhandenen Tischen und Stühlen.
(Siehe angehängte Beispiele für Sitzpläne)

⏳

Zeit für die Vorbereitung

30 Minuten

📝

Vorbereitung

Klassenraumplan/Raster, Namensschilder oder eine digitale Darstellung des Plans.
Überprüfen Sie die SchülerInnendaten im Hinblick auf Hör-/Sehbeeinträchtigungen, sozialen Dynamiken und pädagogische Ziele.
Soziale Gruppen ausbalancieren und gleichzeitig Sicherheit und Offenheit gewährleisten.

🧰

Materialien

Sitzplan, gedruckte Namensschilder für Tische (optional).

👣

Ablauf

1

Vorbereitung & Analyse

⏱ 15-30 min
Vor dem Gespräch mit der Klasse:
Die Lehrkraft gestaltet den Plan unter Berücksichtigung der pädagogischen Ziele und spezifischer SchülerInnenbedürfnisse (visuell, auditiv, Sicherheit).
2

Einführung

⏱ 5 min
Schlagen Sie vor, Formulierungen wie diese zu verwenden: „Jeder hat in dieser Gemeinschaft seinen festen Platz, um Wohlbefinden und optimale Lernbedingungen für alle zu gewährleisten.“ Verweisen Sie dabei auf die erwarteten positiven Auswirkungen einer Stressreduzierung.
3

Bekanntgabe & Übergang

⏱ 5-10 min
Zeigen Sie den neuen Sitzplan über einen Projektor oder als Ausdruck. Weisen Sie die Schülerinnen und Schüler an, sich leise und effizient zu den ihnen neu zugewiesenen Tischen zu begeben.
4

Überprüfung & Rückmeldung

⏱ 5 min
Vergewissern Sie sich kurz, dass alle Schülerinnen und Schüler von ihrem neuen Platz aus gut sehen und hören können, und stellen Sie sicher, dass sie an ihren neuen Plätzen über die erforderlichen Materialien verfügen.
💭

Reflexion & Tipps

Reflexion

Fragen Sie die Schüler: „Wie verändert sich euer Gefühl, wenn ihr den Raum betretet und wisst, dass ihr einen garantierten Sitzplatz habt?“ oder „Was gefällt euch besonders an eurem neuen Nachbarn / eurer neuen Nachbarin?“

Tipps zur Umsetzung

Ändern Sie die Sitzordnung zwei- bis dreimal pro Semester, um die soziale Dynamik aufzufrischen. Achten Sie auf „stille“ Ausgrenzungen, bei denen ein Schüler / eine Schülerin zwar physisch anwesend, aber sozial isoliert ist. Stellen Sie sicher, dass alle Bedürfnisse berücksichtigt werden.

📚

Weiterführende Lektüren & Links

📎
Grosin, L. (2003). Forschung über erfolgreiche Schulen als Grundlage für Schulentwicklung. Die vielen Gesichter der Schulentwicklung. (S. 137-177). Andere
📖
Monroe, L. (1999). Nichts ist unmöglich - Führungslektionen aus dem Inneren und Außen des Klassenzimmers Buch