Lernzonen

Diese Methode führt verschiedene Lernbereiche im Klassenzimmer oder in der Schule ein, die es den Schülern ermöglichen, je nach ihren Lernbedürfnissen zu wählen, wo sie arbeiten möchten. Beispiele sind ruhige Arbeitsbereiche, kollaborative Tische oder kreative Ecken. Den Schülern die Möglichkeit zu geben, ihren Arbeitsplatz auszuwählen, unterstützt Autonomie, Engagement und ein flexibleres Lernumfeld.

✍️ Klaus Linde-Leimer
⏱️ Dauer 1 Schulstunde
🔄 Häufigkeit Einmal pro Woche
👥 Zielgruppe Eltern, Schülerinnen und Schüler
🎯

Ziel

Die Aktivität unterstützt die Freiheit der Schüler, wie und wo sie am besten lernen. Wenn Schüler verschiedene Lernräume entsprechend ihren Vorlieben und Aufgaben auswählen können, werden sie unabhängiger und verantwortungsbewusster für ihr Lernen. Dies erhöht die Motivation und hilft, ein flexibleres und unterstützendes Lernumfeld zu schaffen.

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Einsatz und Lernergebnisse

  • 1. Unterstützt die Autonomie der Schüler und die Freiheit der Wahl beim Lernen.
  • 2. Ermutigt die Schüler, darüber nachzudenken, wie sie am besten lernen.
  • 3. Verbessert die Konzentration, indem verschiedene Lernumgebungen angeboten werden.
  • 4. Fördert Zusammenarbeit und selbstständiges Arbeiten.
  • 5. Schafft einen flexibleren und inklusiveren Lernraum.
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WELL³-Bezug

Grundbedürfnis

🕊️ Freiheit

Qualitätsdimensionen

Gestaltung der Räumlichkeiten
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Details & Vorbereitung

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Raumanforderungen

Das Klassenzimmer, in dem Änderungen vorgenommen werden (Zugang zu Wänden, Regalen, Fensterbänken). Platz für einen Arbeitstisch. Grundlegender Sicherheitszugang zu einfachen Werkzeugen (Scheren, Klebeband). Keine schweren Bauarbeiten – jede dauerhafte Änderung muss mit den Schulräumlichkeiten koordiniert werden.

⏳

Zeit für die Vorbereitung

20 Minuten

📝

Vorbereitung

Aufgaben vor der Durchführung:
• Mögliche Lernzonen im Klassenzimmer oder in der Nähe identifizieren.
• Eine einfache Erklärung der verschiedenen Lernbereiche und deren Zweck vorbereiten.
• Lernzonen-Karten erstellen, die jeden Bereich beschreiben (z. B. ruhige Arbeitszone, Kollaborationszone, kreative Zone).
• Möbel so anordnen, dass die verschiedenen Zonen klar gekennzeichnet sind.
• Richtlinien für die respektvolle Nutzung der Räume vorbereiten.

Prinzipien für den Erfolg:
• Sicherstellen, dass alle Zonen für die Schüler zugänglich und komfortabel sind.
• Den Zweck und die Regeln für jeden Bereich klar erklären.
• Die Schüler ermutigen, den Raum zu wählen, der ihr Lernen am besten unterstützt.
• Eine respektvolle Atmosphäre aufrechterhalten, damit alle Schüler produktiv arbeiten können.

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Materialien

• Gedruckte Lernzonen-Karten austeilen
• Poster oder Schilder für jeden Lernbereich
• Stifte oder Marker
• Haftnotizen
• Flexible Sitzgelegenheiten (Stühle, Kissen, Tische)
• Optional: Tafeln oder Bildschirme zur Markierung der Zonen

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Ablauf

1

Einführung

⏱ 10 Minuten
Der Moderator führt die Idee ein, dass verschiedene Schüler am besten in unterschiedlichen Umgebungen lernen. Einige Schüler können sich in ruhigen Räumen besser konzentrieren, während andere es bevorzugen, mit Klassenkameraden zu arbeiten.
Mögliche Einführung:
"In unserem Klassenzimmer lernt jeder auf unterschiedliche Weise. Einige Schüler arbeiten besser in ruhigen Räumen, während andere es bevorzugen, zusammenzuarbeiten oder in einer kreativeren Umgebung zu arbeiten. Heute werden wir verschiedene Lernbereiche im Klassenzimmer erkunden. Sie haben die Möglichkeit, den Ort auszuwählen, der Ihr Lernen am besten unterstützt."
Der Moderator stellt kurz die verschiedenen Lernzonen vor (zum Beispiel: ruhige Arbeitszone, Kollaborationszone, kreative Zone) und erklärt die grundlegenden Regeln für die Nutzung jedes Raums.
2

Erkundung der Lernzonen

⏱ 10 Minuten
Die Schüler gehen im Klassenzimmer umher und beobachten die verschiedenen Lernbereiche. Der Moderator erklärt, wofür jede Zone gedacht ist und welche Art von Arbeit dort erledigt werden kann.
Beispiele:
• Ruhige Zone: individuelle Arbeit und Lesen
• Kollaborationszone: Gruppendiskussionen und Teamarbeit
• Kreative Zone: Brainstorming, Zeichnen oder Projektarbeit
Die Schüler werden ermutigt, darüber nachzudenken, welche Art von Umgebung ihnen hilft, sich zu konzentrieren und effektiv zu lernen.
3

Wählen und Arbeiten in einer Lernzone

⏱ 30 Minuten
Die Schüler wählen die Lernzone aus, in der sie arbeiten möchten. Sie erledigen eine Lernaufgabe oder kleine Aufgabe entweder individuell oder in Gruppen, je nach der gewählten Zone.
Während dieser Zeit beobachtet der Moderator, wie die Schüler die Räume nutzen, und stellt sicher, dass die Regeln jeder Zone respektiert werden (zum Beispiel die Geräuschpegel in der ruhigen Zone niedrig zu halten). Der Moderator kann auch Schüler unterstützen, die Hilfe benötigen, um zu entscheiden, wo sie am besten arbeiten.
4

Erfahrungen teilen

⏱ 10 Minuten
Am Ende der Aktivität kehren die Schüler zu einer Gruppendiskussion zurück. Sie teilen kurz ihre Erfahrungen mit den verschiedenen Lernbereichen und erklären, warum sie ihren spezifischen Raum gewählt haben.
Mögliche Leitfragen:
• Welchen Lernbereich hast du gewählt und warum?
• Hat der Raum dir geholfen, dich besser zu konzentrieren oder besser zusammenzuarbeiten?
• Würdest du denselben Raum wieder wählen oder beim nächsten Mal einen anderen ausprobieren?
Diese Diskussion hilft den Schülern, über ihre eigenen Lernpräferenzen nachzudenken und wie die Lernumgebung sie unterstützen kann.
💭

Reflexion & Tipps

Reflexion

Die Schüler reflektieren, wie die verschiedenen Lernzonen ihre Lernerfahrung beeinflusst haben.
Mögliche Fragen:
• Welcher Lernraum hat dir heute am besten beim Lernen geholfen?
• Welche Vorteile hast du in den verschiedenen Zonen bemerkt?
• Wie könnten die Lernbereiche verbessert werden?
Die Schüler können auch schnelles Feedback mit einer Daumen hoch / zur Seite / nach unten Methode geben.

Tipps zur Umsetzung

Worauf der Moderator achten sollte:
• Stelle sicher, dass die Schüler den Zweck jeder Lernzone verstehen.
• Überwache die Geräuschpegel und sorge dafür, dass ruhige Bereiche ruhig bleiben.
• Ermutige die Schüler, im Laufe der Zeit verschiedene Zonen auszuprobieren.

Andere mögliche Verwendungen:
• Kurze Version: flexibles Sitzen während einer einzelnen Unterrichtsstunde.
• Erweiterte Version: permanente Lernzonen, die regelmäßig im Klassenzimmer genutzt werden.
• Die Methode kann auch während der Projektarbeit oder in selbstständigen Lernsitzungen verwendet werden.

Querverweise zu anderen Übungen:
• Klassenzimmer Co-Design Studio (Schüler helfen, ihre Lernumgebung zu gestalten)
• Gemeinsame Räume für Verbindung (Nutzung gemeinsamer Bereiche für Interaktion)
• Schülerstimmenforum (Schüler schlagen Verbesserungen für Lernräume vor)