Aller guten Dinge sind drei!

Die Lehrkräfte verpflichten sich, den Eltern regelmäßig positives Feedback zu geben. Das Ziel besteht darin, für jede potenziell schwierige oder kritische Nachricht mindestens drei positive Beobachtungen über einen Schüler / eine Schülerin zu übermitteln. Dies geschieht in Form von kurzen Nachrichten oder Telefonaten.

✍️ Brigitta Rupp, PBÖ
⏱️ Dauer Bis zu 15 Minuten
🔄 Häufigkeit Einmal pro Woche
👥 Zielgruppe Lehrkräfte, Eltern
🎯

Ziel

Diese Methode baut eine Art "Beziehungs-Konto" auf. Sie reduziert ein eventuell unangenehmes Gefühl der Lehrkräfte vor Elterngesprächen / Elternsprechtagen und erhöht die Bereitschaft der Eltern zur Zusammenarbeit, da sie sich nicht mehr nur als Empfänger negativer Nachrichten fühlen. Das Wohlbefinden steigt durch stressfreie Kommunikation.

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Einsatz und Lernergebnisse

  • 1. Reduzierung von Angst und Stress für Lehrkräfte vor Elterngesprächen.
  • 2. Stärkung des Vertrauens zwischen Schule und Elternhaus.
  • 3. Steigerung der Wertschätzung der Eltern für die Arbeit der Lehrkräfte.
  • 4. Konzentration auf die Stärken der Schülerinnen und Schüler im schulischen Alltag.
  • 5. Deeskalation potenzieller Konflikte durch eine solide Beziehungsbasis.
💡

WELL³-Bezug

Grundbedürfnis

❤️ Zugehörigkeit 🏆 Wirksamkeit 🛡️ Sicherheit

Qualitätsdimensionen

Soziale Interaktionen Elternbeteiligung
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Details & Vorbereitung

🏫

Raumanforderungen

Keine besonderen Anforderungen.
Arbeitsplatz mit PC

⏳

Zeit für die Vorbereitung

15 Minuten

📝

Vorbereitung

Erstellen Sie kurze vorformulierte Texte oder drucken Sie "Lob-Postkarten" aus.
Erstellen Sie eine Schülerliste, um den Überblick darüber zu behalten, wer bereits eine Nachricht erhalten hat.
Tragen Sie einen fixen Zeitpunkt dafür in den Kalender ein (z. B. Freitagnachmittag).

🧰

Materialien

Kartenvorlagen oder digitale E-Mail-Vorlagen
Nachverfolgungsliste (Excel oder Papier).

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Ablauf

1

Einrichtung des Werkzeugkastens

⏱ 15 Minuten
Erstellen Sie eine einfache Übersichtsliste mit folgenden Spalten: Name des Schülers / der Schülerin, Datum und Inhalt der Nachricht.
Erstellen Sie zwei bis drei Textvorlagen (z. B. für WhatsApp oder E-Mail), damit Sie nicht jedes Mal von vorne anfangen müssen.
2

Detektivarbeit

⏱ laufend während des Unterrichts
Konzentrieren Sie sich auf zwei bis drei "schwierige" oder unauffällige Schülerinnen oder Schüler.
Halten Sie die Augen offen und suchen sie nach - wenn auch noch so kleinen - positiven Momenten: pünktliches Erscheinen, Unterstützung eines Mitschülers oder einer Mitschülerin, oder eine richtige Antwort im Unterricht.
Notieren Sie diese sofort.
3

"Versand-Freitag"

⏱ 10 Minuten
Senden Sie zu einem festen Zeitpunkt eine kurze persönliche Nachricht:
"Liebe Familie [Name], ich wollte Ihnen mitteilen, dass [Schülername] heute [spezifische positive Beobachtung] gemacht hat. Ich war sehr erfreut! Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende."
4

Dokumentation

⏱ 1 Minute
Tragen Sie das Datum und ein erklärendes Stichwort in Ihre Übersichtsliste ein.
Dies dient als Ihr persönlicher "Erfolgsnachweis" und stärkt Ihr eigenes Kompetenzgefühl (Grundbedürfnis: "Macht").
5

Nachverfolgung

⏱ nach Bedarf
Wenn Eltern antworten, reagieren Sie darauf kurz und freundlich.
Sollte später ein schwieriges Gespräch anstehen, greifen Sie auf diesen positiven Kontakt zurück, um eine konstruktive Atmosphäre zu schaffen.
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Reflexion & Tipps

Reflexion

Wie hat sich meine Einstellung gegenüber diesen Eltern verändert, seit ich positiv auf sie zugegangen bin?
Wie reagieren Eltern in späteren „schwierigen“ Gesprächen, wenn bereits eine positive Grundlage geschaffen wurde?

Tipps zur Umsetzung

Weniger ist mehr!
Eine SMS mit zwei Sätzen ist oft effektiver als ein langer Brief.
Stellen Sie sicher, dass Sie nicht nur die "einfachen" Schülerinnen und Schüler auswählen, sondern auch gezielt diejenigen, bei denen Ihr Verhältnis zu den Eltern angespannt ist.

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Weiterführende Lektüren & Links