Komplimente Postkasten
Ein physischer oder digitaler Postkasten im Klassenzimmer, in den die Schüler kleine Dankesbotschaften und Komplimente für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler einwerfen können (entweder anonym oder mit Namen). Diese werden regelmäßig verteilt.
Ziel
Steigerung des Selbstwertgefühls der Schüler und Förderung einer Kultur der Wertschätzung.
Dadurch wird der Fokus weg von den Defiziten und hin zu den Stärken und positiven Handlungen anderer gelenkt.
Einsatz und Lernergebnisse
- 1. Förderung von Empathie und der Wahrnehmung positiver Eigenschaften bei anderen.
- 2. Stärkung des Zugehörigkeitsgefühls (Liebe & Zugehörigkeit) innerhalb der Klassengemeinschaft.
- 3. Verbesserung des Klassenklimas und Verringerung sozialer Ausgrenzung.
- 4. Erhöhung der emotionalen Resilienz durch den Erhalt sozialer Bestätigung.
- 5. Das Üben einer schriftlichen, respektvollen Kommunikation.
WELL³-Bezug
Details & Vorbereitung
Raumanforderungen
Klassenzimmer (ein fixer, leicht zugänglicher Platz für den Postkasten).
Zeit für die Vorbereitung
30 Minuten
Vorbereitung
Am Anfang ist eine einmalige Vorbereitungszeit von etwa 30 Minuten notwendig, um gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern einen physischen oder digitalen Postkasten zu erstellen und zu dekorieren. Danach ist die Vorbereitung minimal und dauert nur etwa 5 Minuten, um den Postkasten mit neuen vorgedruckten Karten ("Komplimentkarten")und Papier aufzufüllen.
Materialien
Eine schön dekorierte Box/Briefkasten
Kleine Zettel ("Komplimentkarten")
Stifte
Ablauf
Einführung & Regeln
15 MinutenWichtige Regel: Es sind ausschließlich aufrichtige, positive und respektvolle Kommentare erlaubt. Beleidigungen oder Sarkasmus sind strengstens verboten.
Diskutieren Sie gemeinsam in der Klasse, was ein "gutes" Kompliment ausmacht (z.B. spezifisch: "Danke, dass du mir gestern bei Mathe geholfen hast" anstelle von nur "Du bist nett").
Schreiben
KontinuierlichÜberprüfung
5 MinutenVerteilung
10 MinutenFeedback-Runde
5 MinutenReflexion & Tipps
Reflexion
Wie hat sich deine Sicht auf deine Klassenkameraden verändert, seit du begonnen hast, nach Dingen zu suchen, die du loben kannst?
Wie fühlt es sich an, ein unerwartetes Kompliment zu lesen?
Tipps zur Umsetzung
Um sicherzustellen, dass kein Kind mit leeren Händen dasteht, kann der Lehrer die Verteilung diskret im Auge behalten oder gezielt Notizen für Schüler abgeben, die seltener welche erhalten. Alternativ können Sie daraus eine Woche im Stil von „Engerl / Bengerl“ machen, in der jedem/jeder ein bestimmter Mitschüler/eine bestimmte Mitschülerin zugewiesen wird, den er/sie beobachten und loben soll.